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Wichtelgeschenk für Nadia: Michaelmas



Alle guten Wünsche zu Weihnachten, Nadia!


Titel: Michaelmas
Autor: Birgitt Schuknecht
Fandom: Stargate Atlantis
Charaktere: John Sheppard, Michael Kenmore, Rodney McKay, OC; McKay/Sheppard
Kategorie: AU, Weihnachten
zeitliche Einordnung: irgendwann nach McKay and Mrs. Miller
Spoiler: für Michael und für McKay and Mrs. Miller
Zusammenfassung/Appetithappen: Ein geglücktes Experiment?
Anzahl der Worte: 2.338 (ohne Titel und Header)
Datum: 24.12.2007
Disclaimer: Ich besitze keinerlei Rechte an den Charakteren und den Ereignissen aus Stargate Atlantis. Diese Rechte gehören MGM Television. Ich beabsichtige in keiner Weise, diese Rechte zu beschneiden. Zwar besitze ich die Rechte an dieser Geschichte, habe aber keine Intention, durch sie materielle Vorteile zu erlangen.
Anmerkung: Dies ist mein Geschenk für artphilia für das sga_wichteln-Weihnachtswichteln. Sie hat sich Folgendes gewünscht: Slash: McKay/Sheppard oder Sheppard/Michael, Kategorie und Rating egal. Nur kein Drabble. / Gen: eine AU fic oder eine post-ep in der Michael Kenmore eine tragende Rolle hat wäre super
AU und Michael - dazu hat mich in den letzten Tagen ein Plotbunny angefallen: Was wäre, wenn das Experiment Michael gelungen wäre? Natürlich hat die Geschichte ein Eigenleben entwickelt, und ich hoffe, Nadia, das Ergebnis gefällt dir!



Michaelmas

"Du weißt, dass es eine ganz blöde Idee ist. Bescheuert geradezu. Du wirst dir in jedem Fall das Weihnachtsfest verderben. Und was nicht unerheblich in diesem Zusammenhang ist: Mir natürlich auch. Lass die Gespenster der Vergangenheit ruhen. Er war nie ein Teammitglied. Sein Schicksal liegt nicht mehr in deiner Verantwortung."

John sah zu Rodney hoch, der mit leicht gerötetem Gesicht und vor der Brust verschränkten Armen neben dem Bett stand. Er hatte sich entschieden und nichts, was Rodney ihm - zum nten Mal - sagte, würde ihn umstimmen. "Bist du fertig?"

Rodney warf die Arme in die Luft und gab sein Starren auf. "Nein, ich bin nicht fertig. Die Aussicht, die Festtage mit einem John Sheppard zu verbringen, der ein Mörderschuldgefühl vor sich herschiebt, oder - noch schlimmer - einem Lieutenant Colonel, der glaubt, etwas unternehmen zu müssen, obwohl er - per ausdrücklichem Befehl - zum Nichtstun verdammt ist, ist das Grauen pur. Zum ersten Mal seit Jahren habe ich mich auf dieses Fest gefreut - und es mag sein, dass ein gewisser militärischer Leiter einer Erdenmission in einer gar nicht weit entfernten Galaxie damit zu tun hat, - und du eröffnest mir drei Tage vor Heiligabend, dass du zur Erde zurückwillst. Nicht etwa, um lang vermisste Freunde oder Anverwandte zu besuchen, nein, der Herr sind entschlossen, gegen ein Dutzend Befehle und Anordnungen gleichzeitig zu verstoßen, um--" Rodney brach ab, schnippte ein paar mal mit den Fingern. "Ach ja, hier kommen wir zum Sahnehäubchen. Du kannst mir nicht mal sagen, warum du es tun willst."

John setzte sich auf und fuhr sich durch die Haare; die Geste ließ sie - unglaublicherweise - noch wirrer abstehen als zuvor. "Wenn ich es dir sagen muss, bist du mir vielleicht nicht so nahe, wie du es seit Wochen Nacht für Nacht beteuerst."

"Touché? Lass mich überlegen... Nein! Keine emotionalen Spielchen mit mir. Ich weiß genau, warum du Michael Kenmore aufsuchen willst. Ex-Wraith, Ex-Militär. Das erste eine Tatsache, an die du nicht zu glauben wagst, und das zweite eine Lüge, die wir so gut gespielt haben, dass du sie glauben möchtest. Aber wenn du ihn siehst, wird es nur schlimmer für dich. Für mich. Für uns alle."

"Carson würde auch--"

"Carson hätte ein begründetes - weil wissenschaftliches - Interesse an einer solchen Begegnung. Dein Interesse hat keinen objektiven Wert. Wieso sonst hast du Elizabeth von Familientraditionen und babybeglückten Cousinen erzählt? Mach dir keine Mühe, mit Fotos und Videoaufnahmen, die du bei youtube gefunden hast, zurückzukommen. Elizabeth glaubt dir kein Wort, nur ist sie nicht so verrückt wie ich, der ich meine Zeit damit verschwende zu versuchen, dir diese Idee aus deinem Dickkopf zu schlagen."

"Ich liebe dich auch, Rodney."

"Das sagst du nur, weil du meine Hilfe brauchst."

"Und? Hilfst du mir?"

"Natürlich. Aber wenn ich mich schon beim N.I.D. einhacke, habe ich mir doch wohl diese Predigt verdient."


***

"Sogar ein weißer Gartenzaun", murmelte John vor sich hin. In der letzten Nacht hatte er gemeinsam mit Rodney Michaels Akte studiert, und er hatte beobachten können, wie die Falte auf Rodneys Stirn immer deutlicher sichtbar wurde, und er hatte gespürt, wie seine Anspannung mehr und mehr angewachsen war. Überraschenderweise hatte er sich mit seinen Fragen und Bemerkungen zurückhalten können; ein ganz schlechtes Zeichen für Rodneys Stimmung. Eigentlich hatten sie vorgehabt, sich die Ereignisse in Kenmores Leben chronologisch anzusehen, doch an irgendeinem Punkt war Rodneys Geduldsfaden gerissen. Er hatte zur letzten Seite des Ausdrucks vorgeblättert, weil er einfach wissen musste, welche Organisation die Meistbietende gewesen war und sich dieses Atlantis-Experiment geangelt hatte.

"Siroc Enterprises. Das ist nicht möglich."

"Du kennst den Laden?"

"Ich habe mich da mal für ein Praktikum beworben."

"Sie haben dich nicht genommen?"

Rodney sah John an, als hätte er plötzlich einen zweiten Kopf auf den Schultern sitzen. "Natürlich haben sie mich genommen, aber ich habe mir in dem Sommer den Arm gebrochen."

"Nicht bei einer sportlichen Aktivität!", rief John und grinste.

"Bei einem hochwissenschaftlichen Experiment. Ein lange Geschichte. Jeanie wird sie dir erzählen - ich glaube nicht, dass du sie lang darum bitten musst."

John ging auf die bissige Bemerkung nicht ein. Das, was sie hier vor sich liegen hatten, war viel interessanter. "Warum hältst du es für unmöglich, dass
Siroc Enterprises beteiligt ist?"

"Unternehmenspolitik. Nein, es ist vielmehr ein Credo. Der Gründer, Monsieur Siroc selbst, hat verfügt, dass sein Unternehmen keine Geschäfte mit dem Militär machen wird. Niemals. Es gibt keine staatlichen Subventionen und Aufträge, es gibt keine Nutzung der Produkte durch das Militär."

John pfiff durch die Zähne. "Wie lange - oder besser: wie kurz geht das schon gut?"

"Lang ist richtig. Über vierhundert Jahre gibt es den Laden, wie du dieses Vorzeigeunternehmen für alle Bereiche der Hochtechnologie bezeichnet hast, schon. Natürlich ist es nicht so schwarz und weiß, wie es sich auf dem Briefpapier von
SE aussieht und niemand bei SE ist derart naiv, die Augen vor Industriespionage und Reverse Engineering zu verschließen. Es gibt Dutzende von Prozessen über Lizenzen und Patente. Aber eine direkte Zusammenarbeit..." Rodney zuckte mit den Schultern. "Wie ich sagte: Unmöglich."

"Nur dass wir hier den Gegenbeweis haben."

Rodney blätterte ein paar Seiten zurück und nickte. "Die Ausschreibung ist abgeschlossen, die Entscheidung getroffen, der Auftrag vergeben. Da muss wohl bei
SE irgendetwas gewaltig schiefgegangen sein."

"Du meinst--"

"Sie brauchen Geld. Stehen vor dem Konkurs. Kurz vor einer--"

"Übernahme." John malte mit dem Textmarker einen Kreis um den Absender in einer der Mails, die
Siroc Enterprises an den N.I.D. geschickt hatte.

"
InGen. Okay. Die sind staatlich subventioniert."

"Und das bedeutet?"

"Die Übergabe des Experiments ist für das neue Jahr angesetzt. Phase IV. Seine Zeit als Wraith war Phase I, die Wochen in
Atlantis Phase II, die erfolgreiche 'Resozialisierung' auf der Erde Phase III."

"Und Phase IV?"

"
Der Wraith als kontrollierte Kampfmaschine. Bekämpfung von Feuer mit Feuer. Sie verfeinern und beenden das, was wir begonnen haben."

"Das heißt, ich kann mir die Reise sparen."

"Das heißt, du solltest Abschied von ihm nehmen und von dem Bild, dass du dir von ihm gemacht hast."


Der Gartenzaun passte viel zu gut zu diesem Bild. Die menschliche Degeneration ihres Wraith-Experiments hatte bereits in den wenigen Wochen in Atlantis - Phase II, hörte John Rodneys Stimme in seinem Kopf - als äußerst sympathisch herausgestellt. Eine Zeitlang hatte John sogar mit dem Gedanken gespielt, ihn tatsächlich in sein Team aufzunehmen. Michael Kenmore war überaus begabt für eine militärische Karriere und irgendwann hatte John gewünscht, er könnte den Gedanken verdrängen, dass seine Reflexe und seine Kraft und Geschicklichkeit nicht die Anzeichen waren, dass er vielleicht doch (noch) nicht rein menschlich war. Das, was er hier sah, brachten diesen Wunsch mit Macht zurück. Es half nicht, dass es ein völlig unmöglicher Gedanke war, jetzt noch mehr als damals in Atlantis, als der N.I.D. Elizabeth und Carson angewiesen hatte, ihnen Michael Kenmore - AKA Das Experiment - zu überstellen.

"Konzentriere dich auf deine Rolle. Sie überwachen ihn, sie hören ihn ab, seine Vorzeigefamilie sind... Schauspieler und Spitzel und all das hier ist nur... Humbug."

Entschlossen ging John die wenigen Schritte zur Haustür, passierte einen Styroporschneemann und die aufwendige Szene mit Santa Claus und seinem treuen Rentier Rudolf, dessen rote Nase im texanischen Sonnenschein nicht zu leuchten vermochte. "Merry Christmas!", grüßte es aus einer Tannenzweiggirlande, die oberhalb des Eingangs befestigt war, und John schüttelte den Kopf. Weniger ist mehr war offensichtlich nicht die Devise des N.I.D..

Entschlossen drückte er auf den Knopf und war fast überrascht, dass er damit kein Weihnachtslied sondern nur eine normale Türglocke auslöste. Und zwei Sekunden später wurde die Tür aufgerissen. "Na endlich, Sie sollten den Baum--"

Eine Frau, Anfang 30, zierlich, braune Haare und - im Moment weit aufgerissene - braune Augen, starrte John an. Sah an ihm herunter und wieder hoch. Er musste eine Grimasse unterdrücken. Natürlich war sie überrascht. Er stand nicht im Programm, gehörte nicht zum kontrollierten Experiment. Er war der Geist einer vergangenen Weihnacht, die gar nicht existierte.

"Miss Garrison? John Sheppard, US Air Force. Ihr Freund hat unter meinem Kommando gedient. Ich bin auf Heimaturlaub und ich wollte diese Gelegenheit ergreifen, mich persönlich von seinem Wohlbefinden zu überzeugen." Sie starrte immer noch. "Wenn es Ihnen passt, dass ich hier so unangemeldet reinschneie." Er schenkte ihr sein charmantestes Lächeln und war sicher, dass sie nichts von der Ironie, die hinter seinen Worten steckte, mitbekam.

"Aber natürlich passt es mir. Michael wird sich sehr über Ihren Besuch freuen. Er erzählt oft--" Sie brach ab. Sie hatte wohl begriffen, dass sie ihm keinen detaillierten Auftritt bieten musste. John war sicher, dass sie einen aufgeregten Anruf tätigen würde, während er sich mit seinem ehemaligem Lieutenant unterhielt.

Sie hielt ihm die Tür auf, er trat ein und sah sich mit echtem Interesse um. "Wunderschöne Dekoration. Wie viel Mühe darin steckt. Ich vermute, dass Ihre zarte Hand dafür verantwortlich ist. Versuchen Sie erst gar nicht, Michael zu verteidigen. Ich habe sein Quartier mehr als einmal gesehen und er ist immer nur haarscharf an einer Disziplinarstrafe vorbeigeschrammt."

Er drehte sich zu Deborah Garrison um und lächelte wieder. Eine feine Röte überzog ihr perfekt geschminktes Gesicht. Ihr gefiel dieses Katz- und Mausspiel ganz und gar nicht. John beschloss, dass er keine Fingernagelkratzer riskieren wollte. Dass sie ihn überhaupt in ihr Haus gelassen hatte, verdankte er wohl der Vorzeigenachbarschaft und seiner eigenen Überrumpelungstaktik.

"Wie wäre es, wenn Sie mich jetzt zu Ihrem... zu Michael führen würden?"


***

So hatte Michael ausgesehen, bevor er das erste Mal als Mensch in Atlantis aufgewacht war. John seufzte; all die Zweifel und Vorwürfe, die er sich und anderen damals gemacht hatte, waren wieder da. Und wenn er daran dachte, welche Zukunft Michael erwartete... Doch auch das hier war nichts anderes als ein Alptraum, der früher oder später geendet hätte. Irgendwann hätte Michael begriffen, dass seine Deborah aus Stepford stammte.

John seufzte erneut und klopfte gegen den Türrahmen. Er hatte nicht viel Zeit; sobald jemand beim N.I.D. die Initiative und den richtigen Telefonhörer ergriff, hätte sein Auftritt hier ein Ende und--

"Colonel Sheppard!" Michael richtete sich auf und wollte aufstehen; doch er war zu schnell gewesen und schwankte. Er ergriff den Bettpfosten und Johns Hand. "Gute Reflexe, Colonel."

"Setzen Sie sich, Mann. Sie sind nicht mehr im Dienst und ich bin nicht mehr Ihr Colonel." Und war es eigentlich nie.

"Richtig." Michael ließ Johns Hand los und sich zurück aufs Bett sinken. "Leider Gottes war das ein Teil der Vergangenheit, den ich mittlerweile und dank Ihrer Hilfe akzeptiert habe, der Rest fällt mir viel schwerer." John erstarrte und trat einen Schritt zurück. Rodney hatte Recht gehabt - dieser Besuch war nichts, was ihm gut tun würde. "Kein Grund für Mitleid, Colonel, ich weiß, dass ich nicht mehr diensttauglich bin, dass ich nicht nur mich selbst, sondern auch meine Kameraden gefährden würde. Sie können Dr. Beckett mitteilen, dass mich die Medikamente immer noch umhauen. Und danken Sie ihm noch mal in meinem Namen, dass er mir die Wahrheit verschweigen wollte. Diabetes, dass ich nicht lache. Das hätte mich von vornherein für die Mission disqualifiziert."

Ich werde ihm mitteilen, dass seine Medikation überaus erfolgreich ist. "Ich soll Sie grüßen, Michael. Nicht nur von Carson, sondern auch von... den anderen." John verfluchte sich. Er hatte sich geschworen, zumindest keine Lügen über Michaels angebliche Kameraden zu erzählen.

"Danke. Doch nun verraten Sie mir, was Sie hier tun. Sie werden mir doch wohl nicht erzählen wollen, dass Sie Ihren Urlaub damit verschwenden, mich zu besuchen." Michaels Lächeln entblößte perfekte weiße Zähne.

"Doch, das will ich. Ich hatte seinerzeit keine Gelegenheit, mich von Ihnen zu verabschieden. Und San Antonio lag auf meinem Weg."

Michael lachte leise. "Bringe ich Sie in Verlegenheit, wenn ich frage, wohin dieser Weg führt?"

John kratzte sich am Kopf. "Das werden Sie Ihrem alten Colonel nicht antun."

"Natürlich nicht." Michael legte den Kopf schief. "Sie haben Deborah kennen gelernt?"

"Getroffen ist wohl das passendere Wort."

"Sehen Sie, so geht es mir auch, Colonel. Und ich möchte mir gar nicht vorstellen, was sie durchmachen muss. Ich habe sie für diese Mission zurückgelassen und nun ist sie bei mir, weil die Ärzte glauben, dass es mir vielleicht hilft, mich zu erinnern." Michael sah John an. "Dieser Gedanke ist unmenschlich, unchristlich... verdammt, ich kann ihn Deb gegenüber nicht aussprechen. Und es ist unfair, wenn ich es Ihnen sage, nach allem..." John schluckte, er hatte eine Ahnung, was jetzt kommen würde. "Manchmal wünschte ich mir, Sie hätten mich da nicht rausgeholt. Lieutenant Kenmore, MIAPD, wäre dem hier vorzuziehen."

Gott, was tat er hier nur? Wie kam er hier nur wieder raus? Was hatte ihn geritten, hierherzukommen?

"Colonel Sheppard, ich mache Ihnen keinen Vorwurf, das müssen Sie mir glauben. Ich hätte selbst wohl nicht anders gehandelt. Sagen Sie das auch Dr. Beckett und, ja, auch Dr. Weir. Sagen Sie vor allem Teyla und Ronon, dass es mir leid tut. Auch wenn... falls ich mich niemals daran erinnern werde, was ich Ihnen angetan habe... Und jetzt möchte ich Sie bitten zu gehen."

Eine Minute später stand John vor der Haustür. Er war sich nicht sicher, dass er die Begegnung geträumt hatte, so schnell war es gegangen, und er unterdrückte den Drang, sich umzudrehen, hochzublicken, um zu sehen, ob Michael am Fenster stand und ihm nachsah. Er hatte ihn gebeten zu gehen und diese Entscheidung hatte er zu akzeptieren. Es war die Entscheidung von Michael Kenmore, Air Force-Lieutenant AD, der vielleicht eine Ahnung hatte, dass da noch mehr war. Er fühlte sich dafür verantwortlich, auch wenn er es weder greifen noch begreifen konnte.

Und John hatte seine Antwort. Er hatte Absolution und die Bitte um Vergebung im Gepäck. Er wünschte sich, er wäre nicht hergekommen, er wünschte sich, er hätte den Mut gehabt, Michael den Datenträger, den er in der Tasche trug, zu geben. Doch auch wenn Michael ein Mann war, der die Wahrheit verdiente, würde es diesen Mann in wenigen Tagen nicht mehr geben. John Sheppard hatte sich schon zu viel eingemischt. Denn Rodney hatte Recht. Michael war nicht mehr in seiner Verantwortung. War es nicht mehr gewesen, seitdem er sich vor Monaten dazu entschieden hatte, ihn nicht zu töten.


Comments

( 4 comments — Leave a comment )
aislingde
Dec. 25th, 2007 03:31 pm (UTC)
Aua, das tut weh.

Die Story ist nich nett zu John und geht - wenn man die Folge kennt - unter die Haut.
Mir ist das jedenfalls passiert.
magnifica7
Dec. 26th, 2007 09:38 am (UTC)
So sollte es auch sein! Deshalb: Strike! *g*

Tausend Dank für dein Feedback! :)
antares04a
Dec. 26th, 2007 02:11 pm (UTC)
Also ich finde, die Story ist durchaus nett zu John. Der kann wieder gehen wenn er will - ja, er hat noch nicht einmal auf die Erde reisen müssen.

Zu wem m.E. die Story jedoch gar nicht nett ist, ist zu Miss Garrison. Denn wie muss sie sich fühlen, dass sie jetzt mit einem Wraith zusammen wohnt? Auf den sie wahrscheinlich ja auch irgendwie aufpassen muss? Ich schätze mal, sie war eine "Freiwillige", die so einen Eintrag in Personalakte "abarbeitet"?

John geht wieder - und alles was er mitnimmt, ist das Bild eines Wraith, den man so menschlich wie möglich *hält* - ob das jetzt so viel schlimmer ist, als den "Krankenhaus-Planeten", den sie in der Serie einrichten, das glaube ich nicht.
artphilia
Dec. 27th, 2007 08:12 am (UTC)
Mir tat Michael in der Story eigentlich am meisten leid, da er das Spiel unwissentlich mitspielt und denkt, er sei so krank, dass er nicht mehr auf Atlantis seinen Job tun kann.
Natürlich tat mir auch John leid, aber im Grunde - wie in der Folge auch - hat er das ja irgendwie angezettelt und ist daher an dieser Misere nicht unschuldig. Er darf sich theoretisch nicht schlecht fühlen. ;)
Eine tolle Story, die wirklich unter die Haut geht. Ich wünschte sie hätten in der Serie selbst mehr mit Michael gebracht, das Dilemma vielleicht weiter ausgebaut. Die haben leider ziemliches Potential sehr schnell verbraucht, was ich immer etwas bedauert hab.
Danke, dass du für mich ein wenig mit dem Universum gespielt und mir eine sehr glaubhafte Alternative geschaffen hast. *flausch*
( 4 comments — Leave a comment )

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